„Essen hat einen Preis verdient: Den niedrigsten.“

Ein Beitrag von Florian Lummer

„Essen hat einen Preis verdient: Den niedrigsten.“

Darunter steht der Slogan „Wir lieben Lebensmittel.“

So wirbt der Edeka in Essen für günstige Lebensmittel. Das -Essen- ist zwar nur auf die Stadt Essen bezogen, jedoch ist Edeka ein Geschäft für Lebensmittel. Diese sind zwar häufig regional, womit Edeka im Vergleich zu anderen Supermärkten noch echt gut aufgestellt ist, jedoch werden diese Lebensmittel unter Wert verkauft. Es ist nicht nur in Edeka so, sondern auch in anderen Märkten. Der deutsche Verbraucher hat doch gar keine Wertschätzung mehr für Lebensmittel. Alle Lebensmittel sind günstig also kauft man lieber mehr ein, damit man nicht zweimal fahren muss. Sobald das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist, kommt es in den Müll. Bei so günstigen Produkten muss man nicht sparen.

Früher wusste man Lebensmittel noch Wert zu schätzen. Dort waren Lebensmittel nicht selbstverständlich. Da haben noch Menschen gehungert. Heute ist dies in Deutschland undenkbar.

Wir bekommen die qualitativ besten und am nachhaltigsten produzierten Lebensmittel nahezu geschenkt. Wir leben jedoch in einer satten Gesellschaft.

Mit so einer Werbung stellt man den Wert der Lebensmittel noch mehr in den Keller. Durch diese niedrigen Preise, geraten die Landwirte wirtschaftlich unter enormen Druck. Die Discounter lassen die deutsche Landwirtschaft gegen die Wand fahren. Doch was ist, wenn es in Deutschland keine Landwirtschaft mehr gibt?

Für viele wäre dies vielleicht die Lösungen aller Probleme. Man muss jedoch berücksichtigen, dass Deutschland die nachhaltigste und qualitativ beste Landwirtschaft auf der Welt hat. Wenn die Lebensmittel nicht aus Deutschland kommen, müssen diese nach Deutschland transportiert werden, und werden zusätzlich Umweltschädlicher produziert.

Was man nun dagegen tun kann? Man kann darauf achten, regionale Lebensmittel zum möglichst fairen Preis zu kaufen. Dies würde den Landwirten und mit Sicherheit auch dem Klima helfen.

Wenn man 1.000€ für ein Handy ausgeben kann, dann kann man auch etwas mehr für Lebensmittel ausgeben.

Autor: Florian Lummer

Über Florian Lummer 6 Artikel
Florian schreibt Beiträge als Gastautor für Land und Technik. Er betreibt auch einen eigenen Blog auf Instagram (farmfacts_deutschland)

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